Mit Aktien Vermögen aufbauen

Aktien sind Wertpapiere, die von bestimmten Rechtsformen der Unternehmen verkauft werden. Der klassische Fall ist die reine Aktiengesellschaft, doch in der Praxis kommt auch die Kommanditgesellschaft auf Aktien sehr häufig vor. Im letzteren Fall werden die Inhaber der Aktien zu den Teilhaftern.

Mit dem Erwerb von Aktien sind Rechte und Pflichten verbunden, die in der Bundesrepublik Deutschland im Aktiengesetz von 1965 verankert sind. Das Aktiengesetz wird ständig aktualisiert. Die dortigen Bestimmungen sind immer im Zusammenhang mit den rechtlichen Regelungen im BGB und im HGB zu betrachten. Das Aktiengesetz ist ebenfalls ein fester Bestandteil des so genannten Nebenstrafrechts, da es auch Bußgeldvorschriften enthält.

Mit dem Kauf von Aktien, die zu den spekulativen Formen der Geldanlage gehören, wird man de facto zum Anteilseigentümer des Unternehmens, das diese Wertpapiere zur Beschaffung des Grundkapitals oder im Rahmen einer späteren Erhöhung des Stammkapitals heraus gegeben hat. Daraus ergibt sich ein Mitbestimmungsrecht, das in der Verfassung der jeweiligen Kapitalgesellschaft geregelt ist. Die Stimmrechte aus Aktien können pro Aktionär als Person, in Abhängigkeit von der Anzahl der gehaltenen Aktien aber auch prozentual zum Gesamtwert der herausgegeben Aktien vergeben werden.

Aktien können frei an der Börse gehandelt werden. Ihr jeweiliger Wert bestimmt sich aus dem Wechselspiel von Angebot und Nachfrage, wobei immer die aktuelle Renditeerwartung die größte Rolle spielt. Die aus Aktien erzielten Renditen unterliegen der in Deutschland gültigen Abgeltungssteuer. Aktien können sowohl direkt bei den ausgebenden Unternehmen oder an der Börse gekauft werden. Auch Kleinanleger können ihr Vermögen in Aktien anlegen, wenn sie zum Beispiel Anteile an einem Aktienfonds kaufen.